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„School of Talents – Erste Stunde: Tierisch laut!“ – Rezension

„School of Talents – Erste Stunde: Tierisch laut!“ von Selke Schellhammer

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„School of Talents“ Band 1 von Silke Schellhammer

Ich liebe Kinderbücher. Ein Statement hinter dem ich früher schon stand, und in den letzten Jahren hat sich vor allem diese Liebe wieder viel mehr in den Vordergrund gedrängt. Ich liebe es einfach, zwischen dem normalen Alltagswahnsinn und „erwachsener“ Lektüre wieder in fantastische und abenteuerlustige Kinderwelten abzutauchen. Schon früher (und wenn ich ehrlich bin auch jetzt noch!) hätte ich auch gerne eine super coole Fähigkeit gehabt – Fliegen, sich unsichtbar machen, Elemente beherrschen, und so viel mehr. Da hat allein der Titel des Buches in der damaligen Vorschau schon sämtliche Vorfreude bei mir klingeln lassen, und wie ihr seht, ist es prompt bei mir eingezogen und endlich auch gelesen!

Für die schnellen Leser: Ich fand es einfach toll. Lest es. Liebt es. Egal ob Kind oder Erwachsener. Ganz am Ende findet ihr noch die Details zum Buch und meine Kurzzusammenfassung.

Für die, die gerne wissen wollen WIE toll ich es fand – viel Spaß im Folgenden.

„Willkommen auf der School of Talents! Hier hat jeder ein besonderes Talent – vielleicht auch du?“

Alva ist ein junges Mädchen, das auf eine normale Schule geht, doch Alva selbst ist alles andere als normal. Denn: Sie kann Tiere hören! Nicht nur hören, sondern alle Tiere richtig verstehen – ihre Gedanken und das, was sie von sich geben. Das führt vor allem im Alltag zu Chaos, wenn sie mal wieder vor lauter Tierstimmen die Welt um sich herum nicht mehr mitbekommt (Stellt euch nur mal vor, ihr würdet sogar die Fliegen und die Grashüpfer im Garten hören). Nur leider glaubt ihr niemand so wirklich, nicht einmal ihre eigene Familie. Die einzige Auszeit bekommt Alva mit Ohrstöpsel und ihren Büchern. Doch dann ändert sich alles, als eines Abends spontan ihr Onkel zu Besuch kommt. Ihr seltsamer Onkel, den alle sehr komisch finden, weil er nie lächelt und einfach anders ist. Und dann sagt er auch noch, dass er wegen Alva hier ist! Als er Alva alleine antrifft, offenbart er ihr etwas Unfassbares: Ihr Onkel weiß von ihrer Gabe (oder von ihrem Fluch, wie Alva oft denkt), und er glaubt ihr auch noch! Er ist Schulleiter der „School of Talents“, einem Internat für Kinder mit Talenten und Fähigkeiten wie ihre. Er macht Alva das Angebot, die Schule doch für ein paar Wochen zu besuchen. Alva nutzt die Chance, denn sie könnte ja direkt lernen wie sie die Tierstimmen abstellt und damit endlich normal wird! Die Schule übertrifft Alvas Vorstellungen bei weitem, denn Kinder mit den wahnsinnigsten Fähigkeiten besuchen dort den Unterricht, um zu lernen wie sie mit ihren Talenten umgehen können. Und alle lieben ihre Talente, ganz anders als Alva. Doch kaum hat sie dort neue Freunde gefunden und sich etwas eingewöhnt, da soll die Schule geschlossen werden. Das darf nicht passieren, und genau deswegen folgen Alva und ihre Freunde auf gut Glück dem geheimen Rätsel, das die kaputte Anzeigetafel der Schule zwischendurch anzeigt, um alles zu versuchen, damit sie die Schule vielleicht doch noch retten können…

ES. WAR. TOLL.

Zum Inhalt:

Die Geschichte rund um Alva, die ihre Begabung eher als Fluch sieht, und sie mit der Zeit aber anerkennt und über sich selbst hinauswächst, ist einfach schön gewesen. Wer kennt die Lage nicht, dass man gerne normal wäre, oder Dinge an sich selbst nicht so gern sieht? Aber eigentlich sind wir gut, so wie wir sind, und wir müssen einfach lernen die positiven Seiten zu sehen. Außerdem stolpert Alva in eine komplett neue Situation: Neue Schule, neue Freunde, neuer Unterricht. Wer würde da nicht etwas Angst davor haben? Und neben diesen alltäglichen Themen, die wir alle aus unserem eigenen Leben kennen oder uns früher oder später auch stellen werden, gibt es wunderschöne fantastische Aspekte und natürlich auch spannende Entwicklungen. Alva und ihren Freunden zu folgen, hat mir viele schöne Lesestunden beschert, in denen ich mit Alva gefühlt habe, in denen ich selbst viel schmunzeln und lachen konnte, aber auch bei dem Versuch die Schule zu retten mitgefiebert habe.

Zu den Charakteren:

Silke Schellhammer hat einfach nur wunderbare Charaktere erschaffen. Alva als junge Protagonistin, die sich durch ihre Besonderheit als Außenseiterin fühlt, aber mit der Zeit eben diese Besonderheit und auch die Einzigartigkeit von anderen zu schätzen lernt. Dass auf den ersten Blick schlechte Dinge auch ihre Vorteile haben können. Ihr kleiner Bruder Carlos, der anfangs ziemlich nervig und altklug erscheint, dann aber doch seine liebenswerten Seiten gegenüber Alva zeigt, als sie weg von Daheim ist. Alvas neue Freunde sind erfrischende und ganz unterschiedliche Kinder, was sie zu einer richtig tollen Truppe macht. Die Lehrerin Frau Molina ist eine Lehrerin, deren Art mich zwischendurch richtig herzlich hat lachen lassen, während Frau Tinerius definitiv zu den Lehrerinnen gehört, mit denen man nicht aneinandergeraten möchte. Natürlich gibt es nicht nur nette Freunde und lustige Charaktere in dem Buch. Vor allem Friederike, Alvas Zimmergenossin, scheint sie überhaupt nicht zu mögen. Richtig fies ist sie zwar nicht, aber etwas gemein schon. Und Elwin, der sich selbst gerne überschätzt und sein Talent nicht nur für Gutes nutzt. Zu guter Letzt kommt mein absoluter Lieblingscharakter: Rodrigo. Und weil ich ihn so cool fand, will ich gar nicht so viel über ihn verraten, außer, dass er für herzlichste Lacher meinerseits gesorgt hat!

Zur Optik/Zu den Illustrationen:

Auch die Optik stimmt absolut bei dem Buch. Wie so häufig im Kinderbuchbereich ist das Buch gebunden, aber mir ist vor allem eines wichtig bei Kinderbüchern: Die Illustrationen. Und die sind durch die Feder von Simona M. Ceccarelli wirklich schön gelungen. Das Cover selbst ist farbenfroh und gibt einen schönen Einblick auf all die Fantasie und Spannung, die das Buch bereithält. Auf der Buchinnenseite befindet sich sowohl vorne als auch hinten eine wunderschöne farbige Darstellung der Insel und der Schule, die die detaillierte Beschreibung von Silke Schellhammer direkt bildlich untermalt. Gleich am Anfang befindet sich eine etwas größere Illustration, die alle Hauptcharaktere mit Namen und einer kurzen Beschreibung zeigt. Vor allem im Nachhinein finde ich die Personen alle richtig gut getroffen! Die Kapitelanfänge werden von kleinen Bildchen geziert, und auch in den Kapiteln selbst finden sich manchmal kleinere und manchmal größere Illustrationen, die die Geschichte gleich umso lebhafter werden lassen.

Und nach der ausführlichen Begeisterung noch einmal meine kurze Zusammenfassung:

Ein schönes Kinderbuch mit einer Geschichte, die Jung wie Alt begeistern kann, sich wunderbar zum Vorlesen, zum Selbstlesen eignet. Für Fans von magischen Alltagsgeschichten, wie z.B. „Die Schule der magischen Tiere“ und „Mila und die geheime Schule“ oder auch „Die Tierwandler“, wäre das der perfekte Lesestoff!

☁ ☁ ☁ ☁ ☁ von 5 Wölkchen

Willkommen in der SCHOOL OF TALENTS! In diesem Internat haben alle fantastische Fähigkeiten. Sie können sich verwandeln, Tiere verstehen, Wasser beherrschen … so was eben!

Band 1: Alva kann Tiere verstehen. Alle Tiere. Und Tiere reden sehr LAUT. Doch auf Alvas neuem Internat ist das gar nicht ungewöhnlich. Mala kann Wasser beeinflussen, Till sich schrumpfen und Jonas sogar seine Gestalt wechseln. Fliegende Mitschülerinnen und Kinder, die durch Wände laufen, sind hier ganz normal. Aber warum spricht die kaputte Anzeigetafel in der Cafeteria in Rätseln? Und gibt es auf der Insel wirklich einen Schatz?

(Quelle: www.carlsen.de)

  • Titel: „School of Talents – Erste Stunde: Tierisch laut!“ (Band 1)
  • Autorin: Silke Schellhammer
  • Illustratorin: Simona M. Ceccarelli
  • Gebunden
  • ca. 240 Seiten
  • ab 8 Jahren
  • ISBN: 978-3-551-65146-4

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