Du willst Dich verändern? – „Die Studie“ von Sara Seppelt
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Rezensionsexemplar
„Die Studie“ führt in eine verstörend realistische Welt von Selbstzweifeln, Online-Dating, Machtstrukturen und emotionaler Manipulation. Es ist eine Romance-Geschichte mit dunklen Untertönen, die nicht nur von Liebe, sondern auch von Kontrolle, Selbstwert und psychischem Druck handelt. Der Roman ist übrigens mein erstes Werk der Autorin, aber ich kann euch jetzt schon sagen, dass es definitiv nicht das letzte war.
Allgemeine Informationen

Titel: „Die Studie“
Autor/-in: Sara Seppelt
Verlag: Selbst veröffentlicht / Tredition
Gelesenes Format: eBook
Erscheinungstermin: Juli 2025
Umfang Print: ca. 400 Seiten
ISBN Softcover: 978-3-384-61739-2
ISBN Hardcover: 978-3-384-61740-8
Genre: (Contemporary) Romance, Suspense Romance
Altersempfehlung: ab 16 Jahre+
Klappentext
Greta hat die Nase voll vom ewigen Warten auf Mister Right. Also versucht sie ihr Glück online und trifft dort auf Henry. Doch statt echter Liebe hat er ein reizvolles Angebot für sie: die Teilnahme an einer geheimen Dating-Studie.
Ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt, sagt Greta zu. Bald findet sie sich in einem Spinnennetz aus Regeln, fremden Männern und Sex wieder, den sie nicht will – gefangen in einem Vertrag, der keinen Spielraum lässt.
Während Greta immer tiefer in all das hineingezogen wird, beginnt sie sich zu fragen, ob ihr wahrer Mister Right nicht längst in ihr Leben getreten ist. Obwohl der Vertrag es verbietet, fühlt sie sich zu Elijah hingezogen und ihr wird schmerzhaft bewusst, dass sie nicht nur ihn von sich stößt – sondern auch sich selbst zu verlieren droht.
Ein fesselnder Roman über die feine Linie zwischen Manipulation und echter Liebe.
(Quelle: Sara Seppelt – Autorin)

STORY
Im Zentrum steht die Protagonistin Greta, eine Frau Ende zwanzig, die genug vom ewigen Warten auf „Mister Right“ hat. Nachdem sie zwei Jahre lang unglücklich in René verliebt war, meldet sie sich in einem Online-Portal an. Dort trifft sie auf Henry, mit dem sie sich direkt super unterhalten kann. Doch anstelle von klassischer Romantik bietet er ihr ein verlockendes Angebot an: die Teilnahme an einer noch geheimen Dating-Studie.
Lange hadert sie mit sich, doch Henry macht ihr das Ganze sehr schmackhaft: Denn das Ziel der Studie? Die Entwicklung weiblichen Selbstbewusstseins nach einem Jahr mit regelmäßigem Umgang mit Männern. Und Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit und sich selbst zu verändern ist genau das, was Greta will. Als sie dann bemerkt, dass sie für den neuen Schauspieler Elijah viel zu schnell Gefühle entwickelt, beschließt sie, der Studie beizutreten. Sie will nicht schon wieder an einem Mann hängen, sondern selbst etwas erreichen, emotional unabhängig werden.
Bald befindet sie sich aber in einem Netz von Regeln, fremden Männern und sexuellen Handlungen, die sie nicht will. Gefangen in einem Vertrag und in einem Gedankenkarussell, bei dem sie nicht feststellen kann, was ihre und was fremde Gedanken sind. Während Greta immer tiefer hineingezogen wird, beginnt die Frage immer stärker zu werden, ob die echte Liebe vielleicht schon in ihrem Leben ist. Auch wenn der Vertrag jegliche Annäherung und Beziehungen außerhalb der Studie verbietet. Sie spürt eine wachsende Anziehung zu Elijah, obwohl sie sich selbst in dem ganzen Chaos verliert, Herzen und Freundschaften leiden.
Die Geschichte bewegt sich damit auf einer feinen Linie zwischen Liebesroman und psychologischem Drama mit einer Grenze zur ursprünglichen Dark Romance. Es geht nicht nur um das Finden der Liebe, sondern um das Bewahren des eigenen Selbst, Selbstliebe, den Einfluss von Manipulation und den Mut zur Selbstbestimmung. Dieser Roman war für mich eine Achterbahn aus Gefühlen: Spannung, Unbehagen, Hoffnung, Humor, Tragik.
§ 2 Teilnahmebedingungen
Auszug aus dem Vertrag zur Studie „Soziale Dynamiken in modernen Dating-Strukturen“
(1) Die Probandin ist mindestens 21 Jahre alt und in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.
(2) Die Probandin verpflichtet sich, während der Studiendauer keine feste romantische oder sexuelle Beziehung außerhalb der Studie einzugehen, da dies die Forschungsergebnisse verfälschen könnte.
(3) […]
(4) […]
(5) […]
„Die Studie“ von Sara Seppelt
SETTING
Das Setting ist modern, spielt in unserer jetzigen Zeit in Kassel und nimmt viel Bezug auf den Bereich Online-Dating, soziale Umgebung und „Vertragsverhältnissen“. Es wirkt damit wie ein Spiegel der heutigen digitalen Welt und der Schwierigkeiten moderner Beziehungen. Besonders hervorzuheben ist der Aspekt, dass Greta nicht mehr tatenlos und romantisch auf die Liebe wartet, sondern durch ein „Studien“-Setting in ein Machtgefälle gerät, wie es realistischer leider kaum sein könnte.
Der winzige Raum ist vollgestopft mit Schminktischen, Regalen und Kisten. Bunte Perücken hängen an Haken, Make-up-Paletten und Pinsel liegen wild durcheinander. Überall stehen Styroporköpfe mit fertigen und halb fertigen Perücken, manche wild frisiert, andere noch roh und strähnig. Ein Spiegel mit runden Glühbirnen wirft warmes Licht auf unseren ein wenig chaotischen Arbeitsplatz.
Greta im Kapitel „Von Primaballerinen und Partnervermittlungen“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Die Kulisse – hier definitiv ein passender Begriff – sowohl beruflich als Maskenbildnerin im Theaterbereich als auch privat wirkt faszinierend und doch herrlich normal. Viele Situationen vermitteln zugleich Nähe und Alltag, während das Studienszenario eine düstere Wirkung entwickelt. Damit erzeugt das Buch eine doppelte Spannung: einerseits die Suche nach Liebe und Anerkennung, andererseits die Gefahr des Verlusts der eigenen Freiheit und Identität.
CHARAKTERE
Greta
Ich bestaune noch ein bisschen, wie schön Nadya mich hat aussehen lassen. Auf dem Bild habe ich nicht nur hellbraunes Haar, nein, es ist kupferfarben und meine Augen sind nicht einfach nur grau, sondern glänzend und tief.
Greta im Kapitel „Von Blumensträußen und Nussknackern“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Greta ist eine Protagonistin, mit der man fast nicht mehr mitfühlen könnte. Sie ist Ende 20 und mit erkennbaren Schwächen und inneren Konflikten: Greta wartet auf die große Liebe, hat wenig Selbstwertgefühl bzw. vergleicht sich ständig mit anderen. Aber sie ist auch immer freundlich, mit ihrem Drang zum People Pleasing fast schon zu nett, und liebt Kreativität. Dazu passend ist sie Maskenbildnerin am Staatstheater in Kassel und lebt mit ihren beiden Katzen Akina und Lola in einer Wohnung.
Ich liebe es, in der Konzeptionsphase an Besprechungen teilzunehmen und Ideen einzubringen. Ich bin mit Freuden dabei, Entwürfe zu erstellen und sie im Laufe der Proben an den Darstellenden zu testen und zu verfeinern. Selbst die Vorstellungen, bei denen es oft hektisch zugeht, weil wir zwischen den Bühnenauftritten schnell Änderungen oder Ausbesserungen vornehmen müssen, haben für mich ihren Charme.
Greta im Kapitel „Von Blumensträußen und Nussknackern“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Sie gerät in eine Situation, die sie zunehmend überfordert. Ihre Unsicherheit und Verletzlichkeit ist für mich sehr authentisch dargestellt, sowohl durch ihre Handlungen, aber vor allem durch Gretas Gedanken. Sie stellt ziemlich gut dar, wie verwirrend, überfordernd und schleichend Manipulation kommen kann und wie „blind“ man selbst dafür werden kann. Und doch ist da eine gewisse Stärke in Greta, die einen mitfiebern lässt, die sie vielschichtiger und nicht zum klischeehaften „Opfer“ werden lässt.
Henry
Er wirkt überraschend normal. Dunkelbraune Haare, glatt rasiert, ein angedeutetes Lächeln im linken Mundwinkel. Er trägt ein hellblaues Hemd und blickt leicht an der Kamera vorbei, als wäre das Bild eine zufällige Aufnahme.
Greta im Kapitel „Von Blumensträußen und Nussknackern“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Henry ist der Mann, den Greta über eine Online-Plattform kennenlernt und ihr später die Teilnahme seiner Studie anbietet. Er ist Mitte 30, wirkt charmant, selbstbewusst, sieht gut aus und scheint intelligent. Henry bietet Greta eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung, geht auf sie ein, und doch wird schon bald deutlich, dass irgendetwas komisch ist. Hier muss ich die Autorin absolut loben für die gelungene Darstellung, denn auch wenn man theoretisch anhand des Klappentextes weiß, dass Henry vermutlich den negativen Part spielen wird, bin ich immer wieder über ihn gestolpert – ebenso wie Greta. Er schmeichelt, wirkt schlau und sympathisch, doch genauso fühlt er sich manchmal störend und bedrohlich an, authentisch in seiner Übergriffigkeit und doch manchmal ungreifbar.
Henry hat mit Verständnis reagiert, mir gesagt, dass ich ruhig selbstbewusster sein darf und es nicht nötig habe, meine Zeit an einen Typen wie René zu verschwenden, der nicht merkt, was er an mir hat.
Greta im Kapitel „Von Blumensträußen und Nussknackern“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Elijah
Greta, du bist eine professionelle Maskenbildnerin, reiß dich zusammen!, sage ich mir. Doch es hilft nichts. Die Vorstellung von diesem Travis-Fimmel-Verschnitt mit den stahlblauen Augen, der auf der Bühne erotische Szenen nachstellen wird, nachdem ich ihn am ganzen Körper geschminkt habe, fegt meine Professionalität davon, als wäre sie eine Feder im Wind.
Greta im Kapitel „Von Geschenken und Krisensitzungen“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Elijah übernimmt die Gegenfigur und den eigentlichen Love Interest: charmant und witzig, locker und doch ernst, offen interessiert und zugänglich, verlässlich, respektvoll und damit ein starker Kontrast zu Henry. Die wachsende Zuneigung Greta gegenüber und die allmähliche Öffnung zu ihr, das Aufeinanderzugehen und das aufkeimende Misstrauen markieren einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte, emotional sowie in Bezug auf Selbstwert und Befreiung. Für mich ist Elijah eine absolute Green Flag, mit normalen „Fehlern“ (auch er tritt durchaus mal in Fettnäpfchen oder steht einmal auf dem Schlauch, gibt mal einen unbedachten Kommentar, o.Ä.) und ist damit schön „unperfekt“, zeigt Emotionen und hört zu. Damit gehört Elijah jetzt zu meiner Top-Liste an Bookboyfriends.
„Grrrreta“, korrigiere ich ihn und gehe voraus. Ich höre seine Schritte direkt hinter mir, während er die Aussprache übt. Das harte R in meinem Namen scheint ihm Probleme zu machen. Er wiederholt ihn, immer und immer wieder, sodass ich unterwartet lachen muss, weil ihn das irgendwie sympathisch macht.
Greta im Kapitel „Von Geschenken und Krisensitzungen“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Natürlich sieht er gut aus, aber nicht „unmenschlich“ gut, zumindest in meinem Kopf wirkt er nicht zu abgehoben. Die Autorin vergleicht ihn etwas mit einer Version von einem der Vikings-Darsteller 😉 Es gibt aber deutlich mehr als nur sein Aussehen. Er kommt ursprünglich aus Großbritannien, seine Mutter ist Deutsche und sein Vater Schotte – also wirklich kunterbunt gemischt und das trägt durchaus zu seinem Charakter bei. Und einer meiner liebsten Punkte an Elijah: Sein (manchmal weirder) Humor.
„Na, du gebrannte Mandel?“
Greta und Elijah im Kapitel „Von Elektroautos und Glühwein“
Ich blinzle überrascht, dann muss ich lachen. „Bitte was?“
„Na ja, kandierte Äpfel sind immer so klebrig“, sagt er und zuckt mit den Schultern. „Also dachte ich… gebrannte Mandel.“
„Das ist die dümmste Begrüßung, die ich je gehört habe“, sage ich kopfschüttelnd.
Elijah grinst. „Aber du hast gelacht.“
„Na schön, du Schlauberger. Wenn ich eine gebrannte Mandel bin, was bist du dann? Glühwein?“
„Genau.“ Elijah wackelt mit den Augenbrauen. „Weil ich heiß bin und die Sinne berausche.“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Nadya
Tatsächlich verbringen Nadya und ich die meiste Zeit des Tages hier und arbeiten an den Perücken. Während wir in den vergangenen zwei Jahren Haar um Haar an Netze knüpften, hatten wir viel Zeit, einander kennenzulernen. Mittlerweile verstehen wir uns blind und sie ist zu meiner besten Freundin geworden.
Greta im Kapitel „Von Primaballerinen und Partnervermittlungen“
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Nadya ist Gretas beste Freundin und von Beginn bis zum Ende Teil der Geschichte. Ich konnte Nadya mit ihrer herzlichen Art, direkt ins Herz schließen. Aber wie es bei besten Freunden oft so ist, sagen sie einem doch auch die unangenehmen Punkte ins Gesicht. Entgegen Greta ist Nadya bereits in einer langjährigen Beziehung mit einem Polizisten und die beiden wirken echt toll zusammen. Doch auch Nadya wird nicht dargestellt als die „tolle BF, deren Leben super glatt läuft“, sondern auch als Charakter mit eigenen Problemen und Schwächen, genauso wie Stärken.
Die Entwicklung der Freundschaft von Greta und Nadya ist mir echt nah gegangen und hat mir gut gefallen. Es war für mich realistisch dargestellt, wie sich – auch enge – Freundschaften einfach im Alltag entwickeln können. Oder eben bei schwerwiegenden Veränderungen, fehlender Kommunikation, o.Ä.
§ 4 Vergütung und Anreize
Auszug aus dem Vertrag zur Studie „Soziale Dynamiken in modernen Dating-Strukturen“
(1) Die Teilnahme wird mit einer gestaffelten Aufwandsentschädigung vergütet:
[…]
(2) […]
(3) […]
(4) Der Studienleiter stellt der Probandin auf Wunsch Styling, Bekleidung und Wellnessangebote zur Verfügung.
(5) Im Falle eines vorzeitigen Abbruchs der Studie können bereits angefallene Kosten für Styling, Unterkunft oder andere Leistungen vom Studienleiter zurückgefordert werden.
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Schreib- und Erzählstil
Entwicklungstechnisch überzeugt das Buch vor allem dadurch, dass Greta nicht plötzlich übermächtig und „geheilt“ wird, sondern die Erkenntnis langsam kommt, die Selbstbestimmung erst Stück für Stück erkämpft wird und auch Rückschläge sowie eigene Blindheit bestimmter Dinge gegenüber. Zwar könnte man behaupten, dass manche Szenen etwas offensichtlich wirken, doch gerade das unterstreicht die realistische Darstellung von Manipulation und psychischem Gefangensein.
Ich hasse mich.
Gretas Gedanke im Kapitel „Von Eifersucht und Coffee to go“
Der Gedanke ist so intensiv wie nie zuvor.
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Sara Seppelt wählt einen klaren, gut lesbaren Stil, der dennoch die Spannung und Beklemmung des Themas vermittelt. Die Sprache ist modern und mit vielen Interaktionen und Dialogen, wodurch das Buch flott lesbar bleibt. Zugleich schafft sie es, psychologische Tiefe zu erzeugen: Die Gedanken- und Gefühlswelt von Greta wird glaubwürdig dargestellt, ebenso die Dynamik zwischen den Charakteren, das „Hineinrutschen“ in die schwierige Lage und die Manipulation an sich.
Die klassische Struktur mit klarer Handlung, steigendem Konflikt und emotionalem Höhepunkt funktioniert hier sehr gut, trotz möglicher Vorhersehbarkeit. Das Tempo wird in der Mitte etwas ruhiger, aber das war für mich weniger störend, eher hat es diesen schleichenden Prozess und die Entwicklung für mich unterstrichen. Auch passend und interessant war die gewählte Zeitform, da die Autorin hier Präsens gewählt hat, was hier die Stimmung noch realistischer vermittelt hat.
Diesen Roman gibt es in mehreren Varianten, im Print auch als Softcover oder gebunden erhältlich. Die Qualität des Prints kann ich persönlich nicht beurteilen, da ich das eBook gelesen habe. Das Cover und Design wirken modern und schlicht, wodurch es sich definitiv zu den aktuell marktüblichen ähnlichen Romanen abhebt. Für mich passt es allerdings nur in Teilen zum Inhalt und Greta als Protagonistin. Denn Der Roman ist so bewegend, tiefgründig, aber eben auch düster, dass das Cover fast schon zu „pastellig“ wirkt, um das widerzuspiegeln.
§ 5 Pflichten des Studienleiters & Sicherheitsmaßnahmen
Auszug aus dem Vertrag zur Studie „Soziale Dynamiken in modernen Dating-Strukturen“
(1) Der Studienleiter verpflichtet sich, die Sicherheit der Probandin während der Studie zu gewährleisten:
[…]
(2) Der Studienleiter verpflichtet sich, die Anonymität der Probandin zu wahren und alle Maßnahmen zu ergreifen, die hierfür erforderlich sind.
„Die Studie“ von Sara Seppelt
Mein Fazit
„Die Studie“ ist eine starke zeitgenössische Romance mit dunklem Unterton. Der Roman spricht wichtige Themen wie emotionale Manipulation, fehlgeleitetes Vertrauen, Liebe, Selbstwert und Selbstbestimmung an. Wer Contemporary Romance mit Spannung, Tiefe und einer guten Prise Gefahr ansprechend findet, wird hier sehr gut bedient.
Mich konnten vor allem die authentischen Figuren überzeugen, besonders Greta mit ihren inneren Konflikten und ihrer Entwicklung. Aber auch die anderen Charaktere, die alles andere als einfältig wirken und ein Setting, das modern ist und doch zeitunabhängige Machtgefüge sichtbar macht.
Das Theater als häufig vorkommenden Schauplatz fand ich persönlich auch toll. Themen wie Freundschaft und Familie spielen ebenso eine Rolle und zeigen, wie viel Einfluss das eigene Umfeld haben kann. Sara Seppelt hat ein Schreibstil, der mich gut unterhalten hat und gleichzeitig zum Nachdenken anregen konnte. Auch sehr lange nach Beenden des Romans noch.
Ein paar Hinweise jedoch von meiner Seite:
Wer leichte Romantik mit absehbarem Happy End erwartet oder kein Interesse an Aspekten wie Manipulation oder psychischem Druck hat bzw. nicht gut damit umgehen kann, sollte wissen, dass dieses Buch mehr bietet als „nur“ eine seichte Liebesgeschichte. Hier wird das Düstere klar angeschnitten und aufgezeigt. Obwohl die Autorin beabsichtigt nicht in jedes brutale Detail hineingeht, so kommt die Relevanz doch hervor und kann einen ziemlich beeinflussen.
Also achtet auf Euch und Eure Stimmung, bevor ihr zu diesem Buch greift.
Für mich ein absolut gelungenes Buch, das Emotionen weckt, Spannung bietet, vielfältige Charaktere hat und gleichzeitig wichtige Themen anspricht. Empfehlen kann ich es allen Lesenden, die Romance mit Gewicht zu schätzen wissen oder nach Liebesgeschichten mit düsterer Seite (ohne, dass der Love Interest toxisch gegenüber der Protagonistin agiert) suchen.
„Die Studie“ war damit für mich ein richtiges Highlight.
⭐⭐⭐⭐⭐
(5/5)
Es gibt noch mehr aus der Welt von „Die Studie“

„Die Studie – Elijahs Perspektive“
(Kann unabhängig und auch einzeln oder als Ergänzung gelesen werden)
Elijah ist neu in Kassel, um die Hauptrolle in einem erotischen Musical am Staatstheater zu übernehmen.
Doch was ihn wirklich aus dem Takt bringt, ist Greta – die Maskenbildnerin, die sich um sein Make-up kümmert.
Zwischen vorsichtigen Gesprächen und zarten Annäherungen spürt er, dass da mehr ist. Doch jedes Mal, wenn er versucht, ihr näherzukommen, zieht sie sich zurück.
Ihre Signale verwirren ihn – bis er eine Ahnung davon bekommt, was Greta wirklich beschäftigt.
Plötzlich steht er vor einer Entscheidung:
Soll er bleiben, obwohl sie ihn nicht ganz an sich heranlässt?
Kann er ihr Freund sein, obwohl er längst mehr für sie empfindet?
Ein Roman über verbotene Nähe, unausgesprochene Geheimnisse und die Frage, wie nah man jemandem sein kann, der sich selbst verloren zu haben scheint.
(Quelle: Sara Seppelt – Autorin)

„Kleine Mandeln braucht das Herz“
(Achtung: Spoilergefahr, da die Geschichte NACH „Die Studie“ spielt)
Greta und Elijah haben die schönste Nacht ihres Lebens miteinander verbracht. Frisch verliebt reisen sie nach Schottland, um Elijahs Schwester zu besuchen. Sie wollen endlich zur Ruhe kommen, doch zwischen wilden Landschaften und heißen Nächten schleichen sich leise Zweifel ein.
Was, wenn sie in den wichtigen Fragen des Lebens nicht auf einen Nenner kommen? Was, wenn Liebe allein nicht reicht?
Eine cozy-erotische Fortsetzung von Die Studie – für alle, die Greta und Elijah noch ein Stück weiter begleiten möchten.
(Quelle: Sara Seppelt – Autorin)
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