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„Bazilla – Fee wider Willen“ von Heike Eva Schmidt – Rezension

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Ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte, dass ich „Bazilla – Fee wider Willen“ erst jetzt mit dem Erscheinen des zweiten Bandes entdeckt habe!
Eigentlich fällt Bazilla in mein absolutes Beuteschema im Kinderbuch – weg vom Klischee und den Schubladen, eine herrliche Ausreißerin, die zu sich selbst steht. Deswegen durften auch direkt „Bazilla – Fee wider Willen“ UND „Bazilla – Feen-Internat in Gefahr“ bei mir einziehen. Außerdem hab ich die Reihe in dem Moment begonnen, als ich sie daheim liegen hatte.

Meine ausführliche Rezension findet ihr wie immer gleich im Anschluss, für die schnelleren LeserInnen gibt es ein zusammengefasstes Fazit am Ende des Beitrags.

Inhalt

Bazilla von Burg Morchelfels wird ENDLICH 10 Jahre alt, und damit ENDLICH zum vollwertigen Vampir mit Vampirzähnen und der Fähigkeit zu fliegen. Gemeinsam mit ihrem süßen Vamp-Tier Elvis, einem Flederhamster, plant sie eine schrecklich-schöne Geburtstagsfeier mit allem, was sie sich wünscht. Doch zu ihrem Schreck wachsen ihr statt Vampirzähne plötzlich durchsichtige Flügel am Rücken. Was soll das?!
Die ganze Familie ist ratlos. Doch so wie es aussieht, ist Bazilla definitiv kein Vampir, sondern eine Fee. Und als ob das nicht genug wäre, bekommt sie auch noch eine Einladung auf das Feen-Internat, um ihrer Feen-Bestimmung nachzukommen. ABSOLUTER Horror für Bazilla!

Als sie dem ganzen aber dann einen Versuch gibt, ist es noch schwerer als gedacht, denn Bazilla passt nicht wirklich zu den Feen. Sie hasst die Farbe rosa, ist frech und direkt, schläft in einem Sarg, liebt die Dunkelheit und mag vor allem Blutwurstpizza und Lakritztorte statt Zuckerwatte und süßer Sahne. Allerdings entpuppt sich Bazilla als ziemlich gute Wunschfee – und prompt steckt sie in einem neuen Abenteuer und soll direkt an den Feen-Prüfungen teilnehmen.

Geschichte

Ahhhh, ich liebe Bazilla! Der Einstieg auf Burg Morchelfels war so cool. Man trifft direkt all die einzigartigen Burgbewohner, und stürzt nur so in die Geschichte. Ich habe mit Bazilla gefühlt, und sie auch immer wieder angefeuert nicht aufzugeben und ihren eigenen Weg zu finden. Ich musste mitfiebern, aber auch immer wieder herzlichst lachen. Mir konnte die Geschichte eine wundervolle Lesezeit bescheren.

Charaktere

Bazilla ist einfach nur cool – sie trägt ihre Lieblingsklamotten (schwarze Latzhosen mit dunklem Ringelshirt), egal was andere von ihr denken und sie ist auch stolz darauf anders zu sein. Natürlich fällt es der jungen Fee am Anfang sehr schwer – immerhin wollte sie immer ein Vampir werden, und dann erfährt sie plötzlich, dass sie bei der Geburt vertauscht wurde und eigentlich eine Fee ist. Sie gibt sich immer Mühe und stellt sich neuen Herausforderungen. Im neuen Internat merkt sie schnell, dass sie ganz anders ist – dunkle Haare, sie mag kein rosa und keine Kleidchen, und Müsli und süße Sahne schmecken ihr ganz und gar nicht. Für sie ist das zwar nicht immer einfach, trotzdem steht sie zu sich selbst und findet sich selbst genau so in Ordnung wie sie ist!

Eine solche Ansicht sollten wir alle haben.

Abgesehen davon ist Bazilla ein junges freches Mädchen, das ihre Familie, die Schlossbewohner und vor allem ihren kleinen Freund Elvis absolut liebt und sich über neue Freunde freut, die sie ebenfalls mögen wie sie ist. Ach ja, und faustdick hinter den Ohren hat sie es auch 😉

Tatatataaaaa – ich darf meinen Lieblingscharakter der Reihe vorstellen: Elvis. Elvis, der verschlafene, aber treue Flederhamster von Bazilla. Er ist nicht nur zuckersüß, sondern auch ein treuer Gefährte von Bazilla, der immer für für sie da ist. Ich meine…seht ihn euch an, wer kann ihn nicht toll finden? Ich hätte so ein Vampirtier auch gerne!

Molly, also eigentlich Mimula Veilchenblau, ist Bazillas erste richtige Freundin. Die junge Fee ist selbst sehr feenhaft, findet Bazilla mit ihrer anderen Art aber absolut cool und steht sehr schnell zu ihrer neuen Freundin. Die beiden ergänzen sich durch ihre Unterschiede gegenseitig richtig perfekt.

Natürlich gibt es da auch die „tolle“ Philomene von Lindenblatt, die Bazilla ganz und gar nicht mag. So jemanden gibt es zwar immer, aber auch von der lässt sich Bazilla nicht in die Flucht schlagen.

Bazillas Familie mochte ich richtig gerne. Der Graf und die Gräfin sind schön vampirisch und lieben Bazilla ganz und gar, selbst als sie sich an ihrem 10. Geburtstag als Fee entpuppt. Sie sind stolz auf Bazilla und unterstützen sie jederzeit. Bazillas Bruder Bronchus ist auch sehr toll – ich hätte schon immer gerne einen solchen großen Bruder gehabt.

Und zuguterletzt die restlichen Schlossmitbewohner: Die beiden Wasserspeier Aquila und Nöfnöf, der Geisterritter Sir Toby und sein Geisterpony Rosalinde, die Rattenarmee und die Kakerlaken – jeder von ihnen ist einfach zauberhaft einzigartig.

Optik und Haptik

Ich mag den Farbkontrast vom Cover total gern – Pink und Schwarz, wie die Feen und Vampire. So gegensätzlich und doch passen sie zusammen.

Mir gefallen die Zeichnungen innen drin sehr gut. Die Kapitelanfänge ziert immer eine kleine Zeichnung von Elvis (so süß!), aber zwischendurch gibt es auch größere Zeichnungen, passend zur Geschichte. Zudem gibt es immer mal wieder dunkle, ganz bedruckte Seiten, die super cool aussehen und sich ebenso in die Geschichte einfügen. Ich hab mich jedes mal wieder über die besonderen Seiten gefreut.

Das Buch ist gebunden und dementsprechend sehr stabil, aber trotzdem leicht und angenehm in der Hand zu halten. Es gibt ein schönes Lesebändchen, das farblich zum Buch passt und natürlich perfekt zum Einmerken ist.

Fazit

Ich bin ein absoluter Fan von Bazilla & Co! Der erste Band war super witzig, frech und trotzdem spannend. Die Charaktere sind toll, die Zeichnungen schön, und die Geschichte absolut erfrischend. Das Buch kann ich nicht nur zum Selbstlesen für die Kids empfehlen, sondern getrost auch schon zum gemeinsamen Vorlesen, oder auch für den ein oder anderen Erwachsenen mit Freude am Kinderbuch.

☁ ☁ ☁ ☁ von 5 Wolken

  • Autorin: Heike Eva Schmidt
  • Illustratorin: Angela Gstalter
  • Einband: Hardcover
  • Seiten: ca. 208
  • Lesealter: ab ca. 8 Jahre
  • ISBN: 978-3-414-82580-3

Bazilla wird 10 Jahre alt – und damit endlich ein richtiger Vampir! Ganz Burg Morchelfels feiert. Doch an ihrem Geburtstag erlebt Bazilla eine riesige Überraschung: Statt der heiß ersehnten Vampirzähne wachsen ihr plötzlich durchsichtige Flügel! Und so kommt heraus, dass sie eigentlich eine Fee ist. Schleimiger Krötzenrotz aber auch! Als wäre das nicht schon schrecklich genug, muss sie nun auch noch aufs Feen-Internat gehen. Die freche Bazilla unter rosa gekleideten Feenkindern – ob das gutgeht?

(Quelle: www.luebbe.de)

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