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„A History of us – Vom ersten Moment an“ von Jen DeLuca – Rezension

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Eigentlich wollte ich ja im Romance-Bereich etwas einsparen, aber nach ewigem Hin- und Her musste ich dann doch in „A History of us – Vom ersten Moment an“ hineinschmökern. Ich war ja ein absoluter Redwood-Fan und gehe auch selbst gerne auf Mittelalterfestivals. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab es dann doch gekauft und an einem Tag verschlungen.

Inhalt

Emily ist Mitte zwanzig und ihre bisherige Lebensplanung hat sich in Luft aufgelöst. Sie hat sich selbst hinten an gestellt, um ihren geplanten Verlobten in seinem Rechtsstudium zu unterstützen. Sobald er fertig wäre, würde sie selbst endlich dran sein. Blöd gelaufen, denn ihr Freund wollte rein gar nichts mehr mit ihr zu tun haben, denn sie sei keine Frau, die mehr zu seinem Stand passt. Und die Wohnung wurde gleich mit gekündigt.

Zu dem Zeitpunkt hatte ihre ältere Schwester einen schweren Autounfall und benötigt Hilfe im Alltag und mit ihrer Tochter. Ohne lange zu überlegen springt Emily ins Auto und zieht bei ihrer Schwester und ihrer Nichte ein. Ihre Nichte möchte unbedingt am örtlichen Mittelalterfestival teilnehmen – das geht allerdings nur mit erwachsener Begleitperson. Da Emily ihr den Wunsch nicht abschlagen will, meldet sie sich kurzerhand als Schankmagd mit an.

Doch da ist der Eventplaner, Simon. Streng, nervig, Literaturlehrer der Schule, und legt größten Ernst an die Sache. Ach ja, und scheinbar kann er Emily und ihre lockere Einstellung absolut nicht leiden. Die Fetzen fliegen dauerhaft und bei den kleinsten Dingen wird diskutiert. Nur zu den Festivalszeiten, wenn Emily „Emma, die Schankmagd“ ist, und Simon ein umherstreifender und kämpferischer Pirat, dann knistert es plötzlich richtig heftig zwischen den beiden…

Zur Geschichte

Als ob der Punkt, dass ich es an einem Tag durchgelesen habe, nicht schon für sich spräche. Ich habe „A History of us – Vom ersten Moment an“ absolut geliebt! Ich war mir zuerst nicht ganz sicher, ob es wirklich einmal wieder etwas anderes wird und nicht die allbekannte Geschichte, doch es hat mich wirklich überrascht. Ich mochte das Setting vom Festival super gerne, und auch die Liebesgeschichte und die Entwicklung von Emilys Leben fand ich angenehm und keineswegs zu übertrieben.

Charaktere

Emily steht zwar vor den Scherben ihres geplanten Lebens und ist zwischendurch, verständlicherweise, am Boden zerstört und einfach unsicher, wie es jetzt weitergehen wird. Mit ihrer Schwester hatte sie vorher durch den großen Altersunterschied nie viel Kontakt, durch den Fokus auf ihren Ex-Freund hat sie selbst nie fertig studiert oder etwas richtiges erlernt, und auch die dauerhafte Kritik von Simon nagt an ihr.
Ich finde aber, dass das in diesem Roman schön realistisch gehalten und nicht zu dramatisiert oder übertrieben dargestellt wird.

Emily ist schüchtern und zurückhaltend, wenn es um sie selbst und ihre Wünsche geht, was aber nach so einer miserablen Beziehung absolut nachvollziehbar ist. Sie ist allerdings sehr kreativ und literarisch sehr gebildet und begeistert, was mir total gut gefallen hat! Auch ihre Einfühlsamkeit mochte ich sehr gerne.

Emilys Schwester April und ihre Nichte sind einfach zum Schießen komisch – ich hab die beiden super schnell ins Herz geschlossen. Ihre Schwester hat durch den Unfall natürlich auch ihre schlechten Tage und auch im Leben schon einiges mitgemacht. Trotzdem hat sie einen super Humor und es entwickelt sich eine schöne Schwesternbeziehung mit Zuhören und auch dem gegenseitigen Sticheln und Anfeuern.

Ihre Nichte ist einfach nur genial – intelligent und trotzdem frech wie es nur Teens sein können. Die Beziehung zwischen ihr und Emily ist aber eher schwesterlich als die einer Tante.

Simon….haaaaach mein Herz! Simon ist anfangs echt zugeknöpft und ich musste mich selbst mit Emily oft aufregen. Aber dass er dann so an die Decke gehen kann, wenn Emily wieder mal nicht in seinen Kram passt, hätte ich anfangs nicht erwartet. Wir erfahren bei ihm viele Hintergründe erst mit der Zeit, und mit jeder Seite mochte ich den Mann lieber. Er ist aber absolut menschlich und manchmal auch einfach naiv und doof, was auch im Verlauf klar wird. Sein Piraten-Ich…hui, da wurde mir schon manchmal heiß. Ich vergöttere ihn absolut!

Stacey, Emilys erste neue und richtige Freundin, ist quirlig und etwas chaotisch, aber ich habe sie auch schnell ins Herz geschlossen – genauso wie Mitch (ich erwähne nur: Radlerhosen!), der einen immer wieder zum Lachen bringt.

Schreibstil und Cover

Locker-leicht, sodass man nur so durch den Roman fliegt. Er ist schön einfach zu lesen, aber man bekommt trotzdem einen guten Einblick in das Gefühlsleben der Charaktere und auch eine gute Vorstellung von der Umgebung. Vor allem das Mittelalterfestival und die Buchhandlung sind einfach traumhaft beschrieben – ich hatte das Gefühl selbst mit dabei zu sein. Die hitzigen Dialoge zwischen Simon und Emily waren zum Lachen und Schreien, aber auch die intimen und gefühlvollen Momente kamen sehr gut an.

Die Literaturanspielungen und Unterhaltungen über unterschiedlichste Literatur war ein toller Zusatz, und hat für mich die Geschichte noch einmal auf ein etwas anderes Level gehoben.

Mir gefällt das an sich schlichte Cover sehr gut. Dieses helle Grün mit der weißen Schrift wirkt harmonisch und angenehm. Vor allem die abgebildete Rose darauf ist schön, aber noch schöner fand ich sie nach dem Lesen, als ich auch den Sinn dafür verstanden habe. Ich finde es immer toll, wenn Cover etwas vom Inhalt widerspiegeln.

Fazit

Ich hatte weniger erwartet und bin absolut begeistert davon! Das Festival-Setting ist absolut mein Geschmack, und auch die ganzen Charaktere sind einfach perfekt. Und ich liebe, liebe, liebe Emily und Simon, vor allem Emma und unseren Piraten. Hier mal ein kurzer Vorgeschmack der beiden:

Quelle: www.rowohlt.de
Autorin: Jen DeLuca
Titel: „A History of us – Vom ersten Moment an“

„A History of us – Vom ersten Moment an“ wird definitiv ein Buch sein, das ich nicht zum letzten Mal gelesen habe. Ich freue mich riesig auf die Fortsetzungen, in denen es um Stacey und April gehen wird! Ein schönes romantisches Highlight, das mich total überraschen und fesseln konnte.

☁ ☁ ☁ ☁ ☁ von 5 Wolken

  • Autorin: Jen DeLuca
  • Verlag: Kyss (Rowohlt)
  • Seiten: ca. 460 Seiten
  • Reihe: Willow-Creek Band 1
  • Einband: Paperback
  • ISBN: 978-3-499-00492-6

Ein Mittelalterfestival. Emily hat sich allen Ernstes überreden lassen, bei einem Mittelalterfestival als Schaustellerin mitzumachen. Ihre Nichte will unbedingt daran teilnehmen, ohne erwachsene Aufsichtsperson darf sie nicht, und da ihre Schwester einen Unfall hatte, springt Emily ein. Was tut man nicht alles für die Familie? Tatsächlich könnte das Ganze sogar lustig werden, wenn da nicht Simon wäre. Simon, der Organisator des Festivals. Simon, die Anachronismus-Polizei. Simon, die Spaßbremse. Die beiden können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Aber auf dem Festival schlüpfen sie in andere Rollen. Und plötzlich wird aus dem ernsten Simon ein verruchter Pirat. Der ganz eindeutig mit ihr flirtet! Und Emily bekommt genauso plötzlich weiche Knie. Aber wer flirtet da miteinander? Die Tavernendirne und der Pirat? Oder Emily und Simon?

(Quelle: www.rowohlt.de)

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